Neuigkeiten & Aktivitäten

 

Bunte Abschlussfeier im Milchwerk

Mettnau-Schule entlässt den Abiturjahrgang der beruflichen Gymnasien

Bildunterschrift: Endlich geschafft: Der Abiturjahrgang der beruflichen Gymnasien der Mettnau-Schule im Milchwerk; Foto: Dana Taschenberger

Am Samstagabend feierten 72 Abiturientinnen und Abiturienten der Mettnau-Schule Radolfzell im Milchwerk ihren Abschluss und das Bestehen der Abiturprüfung 2024. Mit Diashow, einstudierter Theaterszene, Schülerrede und Abschlusstanz gestaltete der Jahrgang einen abwechslungsreichen und kurzweiligen Abend.
 
In seiner Rede gratulierte Schulleiter Matthias Libruks den Abiturientinnen und Abiturienten für das Bestehen des Abiturs und wies auf die hervorragenden Leistungen des diesjährigen Abiturjahrganges hin. Im Vergleich mit dem Abiturschnitt an den Beruflichen Gymnasien aus dem Jahr 2023, der bei 2,46 lag, erreichte der diesjährige Abiturjahrgang an der Mettnau-Schule einen Schnitt von 2,2. Dies entspräche dem Abiturschnitt, der im vergangenen Jahr an den Allgemeinbildenden Gymnasien erreicht worden sei. Dies sei insbesondere vor dem Hintergrund der reformierten Oberstufe eine besondere Leistung. In diesem Jahr sei das Prüfungsformat an den Beruflichen Gymnasien verändert worden, was die Prüfungen nicht einfacher gemacht habe.
 
Dennoch hätten gleich vier Schülerinnen und Schüler, nämlich Anna Meister, Rowan Rommelspacher, Sarah Raif, Theresa Stoll den bestmöglichen Abiturschnitt von 1,0 erreicht. 20 Schülerinnen und Schüler erzielten einen Einserschnitt. Daneben wurden zahlreiche Fachpreise für herausragende Leistungen in den jeweiligen Fachrichtungen vergeben. 
 
Doch der diesjährige Jahrgang sei auch aus anderen Gründen ein besonderer Jahrgang. Durch das nachlassende Interesse am Fach Französisch, gehe der Schulleiter davon aus, dass der diesjährige Jahrgang vermutlich der letzte Jahrgang an der Mettnau-Schule gewesen sei, der das Fach Französisch belegt habe. Um so erfreuter sei er gewesen, dass alle Schülerinnen, die das Fach besucht hatten, dieses auch als schriftliches Prüfungsfach gewählt hätten. 
 
Zudem hob der Schulleiter in seiner Rede den Abistreich hervor. Nachdem das Schulhaus am Morgen mehr als wüst ausgesehen habe, hätten sich die Abiturientinnen und Abiturienten an die Vereinbarung gehalten und in den ersten zwei Unterrichtsstunden den regulären Unterricht und das Schreiben der vorgesehenen Klassenarbeiten zugelassen und erst danach den geplanten Abistreich durchgeführt. Dass im Anschluss an den Abistreich das Schulhaus ohne Ermahnung oder Bitte durch die Schulleitung von den Schülern wieder selbständig gereinigt wurde, sei keine Selbstverständlichkeit und zeige, dass der diesjährige Jahrgang ein sehr hohes Verantwortungsbewusstsein habe. 
 
In seiner Rede ging der Schulleiter auf die Herausforderung für die Absolventinnen und Absolventen ein, sich aus den vielen alternativen Lebenswegen, für einen Weg entscheiden zu müssen. Laut der Theorie des Nobelpreisträgers Herbert Simon müsse man sich nicht dem Druck aussetzen, die optimale Lösung für sich finden zu müssen. In einer Welt, mit einer unüberschaubaren Anzahl an Entscheidungsmöglichkeiten, bringe man sich in eine Mühle des Unglücks, wenn man immer versuche, das Optimum erreichen zu wollen. Dies mache langfristig unglücklich. In Bezug auf die Abschiedsrede des Hauptgeschäftsführer der IHK Hochrhein-Bodensee, Prof. Dr. Claudius Marx, sollten man sich aber Ziele suchen, die einem den Weg weisen, so wie Piloten einen Fixpunkt am Horizont benötigen, um sicher anzukommen. Es sei aber notwendig, diese Ziele immer wieder neu zu justieren. Es sei nicht schlimm, seine Ziele fallen zu lassen. Nur keine Ziele zu haben, sei keine Alternative. Der Schulleiter endete seine Rede mit der Hoffnung, dass die Schüler Ihre Entscheidung, an die Mettnau-Schule zu kommen, für sich im Nachgang als richtig empfinden und sich auch im Rückblick an viele schöne Momente während ihrer Zeit an der Mettnau-Schule erinnern werden. 
zur Übersicht